Feste Anklam, den 15. novembri 1198 a. d.

A
n seyne Majestaet
Roland von Hauensteyn,
Koenig von Allerland



entsendet Herzog Helmbrecht von den Woelfischen Marken seyne besten Gruesse.

E

ure Majestaet machten uns die Ehre, seyne Verlobte, die Graefin Christine-Charlotte de Chareaux-Montant in unser geliebtes Herzogtum zu entsenden, um uns seyne besten Gruesse zu ueberbringen. Welch eyne weyse Voraussicht lenkte Euer Tun, da wir doch daselbst gedachten, unsere Verlobung bekannt zu geben. Doch muessen wir zunaechst unser Knie beugen und Eure Verzeyhung erbitten fuer die ruede Art der Bewillkommnung eyniger unverbesserlicher Anhaenger des ehemaligen Herzogs Answyn. Wiewohl dieser tatsaechlich noch am Leben war, begab es sich doch eben gerade zu jener Zeyt, dass Answyn im ehrbaren Zweykampf mit meynem Ziehsohn Rutger das Leben liess, zu welchem er ihn doch selbst genoetigt hatte. Seyd versichert, dass die unverbesserlichen Answynisten zur unerbittlichen Rechenschaft gezogen werden.

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och nun seyen unsere Anliegen hervor gebracht, weshalb wir unser Wort an Euch richten. Die eyne Angelegenheyt wurde Euch wohl schon von Eurer zukuenftigen Gemahlin vorgebracht, welche da ist, den Namen des Herzogtums wieder den alten Traditionen gemaess als Wolfengrund festzulegen. Wir sind sicher, dass Ihr damit eynverstanden seyn werdet. Die andere Angelegenheyt bezieht sich auf unser Versprechen, eyne vallconnischen Dame zu ehelichen, welche die Schwester des tapferen Sir Martin of Mont Riggi ist. Ihr Name lautet Lady Clarissa. Solltet Ihr Eynwaende gegen dieses Versprechen vorzubringen haben, so bitten wir Euch, dies alsbald zu tun. Desweyteren begab es sich, dass Sir Martin eyn Schwert namens Findias aus Vallconnan zu uns brachte, von welchem die Aradach uns berichteten, dass es wiederum nach Tir Tuatha (Allerland) zurueckkehren werde, wenn dem Land der Falken (Vallconnan) Gefahr drohe. Dass dies tatsaechlich der Fall war, bestaetigte eyn UEberfall, dem Sir Martin und seyne Begleyter nur knapp entkamen. Da das Schwert mit eynem seltsamen Geas belegt ist, haben wir uns entschieden, es den Aradach zur sicheren Verwahrung zu ueberlassen. Jedenfalls erbitten wir Eure Erlaubnis, eynen guten Teyl unserer Truppen nach Vallconnan zu senden, um den Verbuendeten in ihrem Kampf beyzustehen.

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u guter Letzt wollen wir dem Reychsritterrat zur Entscheydung anheym stellen, ob sich der Ritter Waldemar von Katzenberg eynes Vergehens schuldig gemacht hat, als er sich dem Fuersten von Tolemac in seyner Herausforderung gegen Herzog Roderic als Sekundant anbot. Immerhin sind die Sekundanten des Herzogs Roderic keyne geringeren als die Herzoege Raban und Helmbrecht.

Mit freundschaftlichem Gruss schliessen wir und erwarten Eure Antworten.

Scribit Wulfric fuer
Helmbrecht von den Woelfischen Marken,
Herzog von Wolfengrund.