Feste Anklam, den
25. junius 1197 a. d.
A
n seyne Majestaet
Roland von Hauensteyn,
Koenig von Allerland
entsendet Herzog
Helmbrecht von den Woelfischen Marken seyne besten Gruesse.
M
it Dank habe ich
die Dienste Eurer Medica in Anspruch genommen und uebersende sie
Euch mit diesem Schreyben zurueck nach Falckenfurt, da wir heute
davon ausgehen koennen, das die weytere Genesung meyner Person
auch der Meysterin der Heylung, Fiona von den Inseln alleyn anvertraut
werden kann.
S
orgenvoll blicke
ich als Herzog von Rabengau allerdings in die Zukunft dieses Herzogtums
und moechte Euch deshalb darum ersuchen, meyne Person von den
Aufgaben der Heerfuehrung fuer die naechsten Monate zu entbinden.
Der Grund fuer meyne Bitte liegt darin, dass das Volk von Rabengau
in den letzten Monaten, ja sogar dem letzten Jahr sehr gelitten
hat und wie Ihr Euch sicherlich erinnert, hat die Rabengauer Bevoelkerung
sehr abgenommen. Wir koennen uns nicht erklaeren, was dieses Phaenomen
ausloest. Auch wisst Ihr sicherlich, dass ich selbst auch noch
keynen Erben gezeugt habe.
M
eyn Berater, Falk
von den Auen und ich sind zu der UEberzeugung gekommen, dass wir
der Ursache auf den Grund gehen muessen, damit Rabengau nicht
eynes Tages ohne Bevoelkerung dasteht. Deshalb haben wir beschlossen,
dass der Herzog fuer eynige Zeyt ,verschwinden" muss, um
sich selbst um die Ergruendung der Ursache zu kuemmern. Ich hoffe
sehr, dass Ihr meyne Bitte versteht und sie nicht nur fuer das
Wohl Rabengaus, sondern auch fuer das Wohl Allerlands anseht.
E
s mag gut seyn,
dass, wenn die Nachfragen meyner Untertanen zu dringlich werden,
meyn Berater auch nicht davor zurueckschreckt, meynen Tod zu erklaerend,
waehrend ich unerkannt in Reych und Herzogtum auf der Such nach
den Gruenden fuer das Schwinden der Rabengauer bin.
Natuerlich werde ich Eure Majestaet so gut es geht ueber den Erfolg
meyner Nachforschungen auf dem Laufenden halten.
Scribit Falk von den Auen fuer
Helmbrecht von den Woelfischen
Marken, Herzog von Rabengau.