Feste Anklam, den 25. junius 1197 a. d.

A
n die Meysterin der Heylung, Heylkunst und Heylkunde Fiona von den Inseln zu Wolfenberg

entsendet Herzog Helmbrecht von den Woelfischen Marken seyne besten Gruesse.



F

uer Eure Bemuehungen um meyne Gesundheyt seyd Euch meynes tiefsten und aufrichtigsten Dankes versichert. Jedoch werde ich mich nun, da mir das Wohl Rabengaus doch mehr am Herzen liegt, als meyn eygenes, Eurer medizinischen Obhut entziehen muessen, um anderen, wichtigeren Dingen meyne Aufmerksamkeyt zu widmen.



W

ie Euch durch Euren Aufenthalt in Rabengau sicherlich bekannt ist, nimmt die Bevoelkerung Rabengaus in den letzten Jahren immer mehr ab und ich selbst verfuege auch nicht ueber eynen Erben. So werde ich mich auf Anraten meynes Beraters und Vertrauten Falk von den Auen unerkannt auf den Weg machen, um die Ursache fuer den Zustand Rabengaus herauszufinden und hoffentlich auch zu beseytigen.



I

ch werde Euch, so ich Eure Hilfe benoetige, Nachricht zukommen lassen und bitte Euch, auch wenn Falk von den Auen meynen Tod bekannt geben sollte, euch nicht zu sorgen. Ihr seyd eyne von insgesamt vier Personen, die ueber diese Angelegenheyt unterrichtet wurden.



Scribit Falk von den Auen fuer
Helmbrecht von den Woelfischen Marken, Herzog von Rabengau.