,Feste Anklam, den 15. decembri 1196 a.d.
An die Meysterin
der Heylung, Heylkunst und Heylkunde
Fiona von den Inseln zu Wolfenberg
entsendet Herzog Helmbrecht von Rabengau wiederum seyne ritterlichen
Gruesse. Hoffen wir doch, dass Ihr uns nicht gram seyd, dass wir
solange nichts von uns hoeren liessen. Leyder waren wir mit den
Arbeyten zur Fertigstellung der neuen Feste Anklam derart beschaeftigt,
dass uns kaum Zeyt blieb, uns mit den angenehmen Dingen des Lebens
zu befassen, wozu auch die Gesundheyt zaehlt.
Mit der von Euch vorgeschlagenen Arsenbehandlung gedenken wir
in den Wintermonaten zu beginnen. Wir wuerden uns deshalb freuen,
wenn Ihr Euch zur UEberwachung derselben in unserer Naehe aufhalten
wuerdet.
Was Eure Bitten angeht, so haben wir unseren langjaehrigen Kampfgefaehrten
und getreuen Kaempen Wulhard und den ueberaus zuverlaessigen Schildknappen
Friedhelm entsandt, um auf den noerdlichen Inseln etwas ueber
Euren Sohn in Erfahrung zu bringen. Jedoch rechnen wir nicht vor
Beginn des Fruehlings mit ihrer Rueckkehr, da die Wetterverhaeltnisse
doch nicht gerade geeygnet sind, diese Reyse zu eynem Vergnuegen
zu machen.
Was den Verbleyb des Herrn Gerberod von Stahleck angeht, so muss
ich Euch mitteylen, dass sich dieser wohl immer noch mit dem Herrn
Raban auf eyner Queste befindet. Jedenfalls ward er auf seyner
Burg schon lange nicht mehr gesehen.
Nun wuenschen wir Euch noch eyn paar ruhige Tage, eyn gesegnetes
Christfest, wie auch alles Gute im naechsten Jahr.
Helmbrecht von den Woelfischen
Marken, Herzog von Rabengau.