Feste Anklam, den 25. junius 1197 a. d.

A
n Falk von den Auen, Berater des Herzogs von Rabengau und Vor-steher der Kanzley zu Neu-Anklam

entsendet Herzog Helmbrecht von den Woelfischen Marken seyne besten Gruesse.



F

uer Eure Bemuehungen um meyne Gesundheyt und das Wohl Rabengaus seyd Euch meynes aufrichtigsten Dankes versichert. Nach reyflicher UEberlegung Eurer Vorschlaege , habe ich mich entschlossen, diesen Weg eynzuschlagen. Ich werde also in Verkleydung und moeglichst unherrschaftlich meyne Reyse durch Rabengau und, wenn es seyn muss, das ganze Reych Allerland antreten, um den Grund fuer das Aussterben der Rabengauer herauszufinden.



W

ie wir das bereyts in der Grafenrunde beschlossen haben, entsendet bitte entsprechende Beglaubigungsschreyben mit meynem Siegel an meyne Vertreter, als da seyn sollen: fuer das Herzogtum Rabengau der Herr Ubbo von Bellheym, Graf von Wiesloch; fuer die Woelfische Mark der Baron Roderich von Roden; fuer die Baronie Wolfenfels der Herr Rutger von Draccenclau, Herr der Provinz Beerfelden und fuer die Provinz Tromm der Ritter Harald von Wiesloch. Baron Adalhelm von Rodalben soll dem Grafen Ubbo in allen Angelegenheyten, das Herzogtum betreffen zur Seyte stehen, waehrend der Graf Birger von Berwangen sich der Beziehungen Rabengaus zu anderen Herzogtuemern und Reychen annehmen soll.



I

ch werde Euch, so ich Eure Hilfe benoetige, Nachricht zukommen lassen und ermaechtige Euch, fuer die Zeyt meyner Abwesenheyt, die Geschaefte auf Neu-Anklam zu fuehren. Solltet Ihr es jemals fuer notwendig erachten, meynen Tod zu erklaeren, so seyd hiermit dazu berechtigt. Ich hoffe sehr, dass Euer Rat, dem Wohl Rabengaus zutraeglich seyn wird. Ihr seyd eyne von insgesamt vier Personen, die ueber diese Angelegenheyt unterrichtet sind.

Scribit
Helmbrecht von den Woelfischen Marken, Herzog von Rabengau.