Feste Anklam, zum Jahreswechsel 1198 a. d.

A
n meyne hochverehrte Lady Clarissa of Mont Riggi

entsendet Herzog Helmbrecht von den Woelfischen Marken seyne besten Gruesse.



E

uer Gunstzeychen, welches Ihr mit viel Liebe und Stickkunst fuer mich angefertigt habt, habe ich erhalten. Ebenso natuerlich Euren Brief, welchen Ihr dem Gunstzeychen beylegtet.

W

ie Ihr wisst, bin ich in Herzensdingen keyn Mann der langen und gewaehlten Worte und sage deshalb nur, dass mich Eure Zeylen sehr geruehrt haben. Ihr gebt mir das Gefuehl, jung zu seyn und beyleybe, ich will es dem Wolfengrund und dem Allerland noch eyne ganze Weyle lang zeygen. Besonders aber freue ich mich darauf, endlich eynen richtigen Erben zu bekommen, denn mit den ganzen Bastarden laesst sich ja doch nichts anfangen.

I

ch verspreche Euch, wenn die Zeyt unserer Vermaehlung kommt, dann will ich mit meynem Gefolge nach Vallconnan reysen, um den Segen Eurer Priester zu erhalten. Natuerlich werdet Ihr danach mit nach Wolfengrund kommen und wir werden auch den Segen unserer Priester eynholen.

N

ehmt hiermit auch das herzoegliche Gunstzeychen an Euch, damit eyn jeder, der Euch begegnet wisse, dass Ihr unter meynem persoenlichen Schutze steht. Ich hoffe sehr, dass Ihr Eure Angelegenheyten in Vallconnan bald geregelt habt und wir Euch hier auf Anklam wiedersehen. Seyd auch meyner Liebe und Treue gewiss.



Scribit


Helmbrecht von den Woelfischen Marken, Herzog von Rabengau.